Microsofts Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit

Vor kurzem hatte ich noch eine Diskussion über die Veränderungen in der IT System Administration. Das Thema Cloud Computing ist quasi kaum noch zu Stoppen und wenn man es genau nimmt, könnten bei einem guten Cloud Konzept durchaus ein paar Sys-Admin Arbeitsplätze eingespart werden. Klick klick und schon hat man seinen IT Service in Form eines Web-, App-, Database- oder „Sonst-Was“-Servers beantragt. Nach kurzer Zeit steht dieser auch schon zur Anwendung bereit. Alles hochgradig automatisiert und im Fehlerfall stellt man einfach den letzten Snapshot wieder her. Das kriegt selbst der Laie hin. So gesehen fragt man sich dann schon wirklich, wofür man denn noch einen Sys-Admin braucht?

Die letzten Tage habe ich allerdings wieder gelernt, an Sys-Admins wird es gewiss nicht Mangeln. 😉 Oben genanntes Cloud Computing mag vielleicht mit richtigen Betriebssystemen und vernünftigen Applikationen aufgehen, aber spätestens beim Einsatz von Microsoft Produkten wird das Vorhaben ordentlich in die Hose gehen.

Unser Software Riese Microsoft sorgt also dafür, dass weiterhin Sys-Admins in Hülle und Fülle benötigt werden. Derart beschissene Softwareprodukte – verzeiht den harten Ausdruck – wie Office SharePoint Server und Forefront Unified Access Gateway habe ich schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen. Konzeptionell sieht alles sehr überzeugend aus, insbesondere auch so komplexe Themen wie SharePoint im Internet publizieren, DMZ Konzepte (Back-to-Back), usw. machen eine gute Figur auf dem Papier. Aber wehe es geht in die Umsetzung! Best-Practise und sämtliche Anleitungen versagen just ab dem Moment, wo die Komplexität über den einfachen Testfall hinausgeht. Seit Tagen plag ich mich herum eine Share Point Website zu veröffentlichen. Chancenlos. Fehlersuche ein Irrwald. Und der Blick in Wireshark zur Analyse lässt graue Haare in Scharren sprießen.

In unserer Software Entwicklungsabteilung ist es mir derartiges auch schon massiv aufgefallen. SharePoint ist ein Ressourcenfresser der seines Gleichens sucht und das nicht nur gemessen an Hardwareleistung. Die Zeit und die Aufwende um relativ überschaubare Lösungen zu implementieren sind enorm. Debugging und Deployment ein Alptraum. Gleiches gilt leider aber auch für die Infrastruktur. Wer SharePoint, die UAG, usw. ernsthaft nutzen will, kommt quasi nicht darum herum eine eigene Abteilung zu bilden. Es ist unterm Strich gesagt ein Full Time Job an dem ohne weiteres einige Personen beteiligt sein können.

Tja, fähige Sys-Admins sucht das Land! Wobei ich „fähig“ eigentlich ausschließen will. 😉 Geduld und Muse sind gefordert, wie auch die Lust unendlich viel die Maus zu schubsen bzw. zu klicken, um SharePoint und seine ganzen Mitspieler in Griff zu kriegen.

Bleibt abschließend die Frage, soll man Danke zu Microsoft sagen? Immerhin sind allein mit den oben genannten beiden Produkten reichlich Sys-Admin Jobs für die Zukunft gesichert. Ein wertvoller Beitrag für unsere Arbeitslosenquote wie ich finde. Doch ich bin IT’ler aus Leidenschaft und solche fragwürdigen Produkte kann und will ich nicht gut heißen.

In diesem Sinne weiterhin viel Spaß mit Microsofts herausragenden Entwicklungen.

Umbau Keller – Entwurf Rack Seitenwand

Wie angedroht, hier meine erste Idee zur Verschönerung der doch sehr einfarbigen Seitenwand meines Racks. 😉 😀

Über Anregungen, Kritik oder gar weiteren Ideen freue ich mich natürlich sehr. 🙂

Rack_Seitenwand

Umbau Keller – Fortsetzung #4

Die vollständige Stromverkabelung im Rack ist nun abgeschlossen. Einzige Ausnahme bleibt der DL380G4 Server, da mir dafür der Kabelmanagementarm fehlt. Morgen nur noch die richtigen IEC309 32A Dosen an die Wand montieren und dann kann ich doch tatsächlich Strom auf die zwei PDUs geben. 😉

Die SAN Verkabelung habe ich nochmal überarbeitet und ist ebenfalls soweit abgeschlossen. Es folgen in naher Zukunft ein paar weitere LWL Strippen für das p-Class Blade Enclosure. Doch dazu fehlt mir derzeit noch das Storage Connectivity Kit. 😉

Zum Spaß hab ich mal probeweise eine Seitenwand hingehalten. Dabei musst ich noch ein paar Korrekturen in meiner Stromverkabelung vornehmen. Damit die Seitenwand nicht so nackt aussieht hab ich schon eine schicke Idee im Sinn. 🙂

Langsam aber sicher gefällt mir mein Umbau immer besser… Bin gespannt auf das Endergebnis und auf den ersten Betrieb! 😉

Umbau Keller – Fortsetzung #3

Ich konnte es nicht lassen und habe weiter im Keller gearbeitet. Die Netzwerk und SAN Verkabelung macht nun ebenfalls große Fortschritte und es echt geil aus! Ich finde strukturierte Verkabelung richtig cool. 🙂 So kann sich das Rack wirklich sehen lassen. Wird Zeit das ich die restlichen Kabel erhalte, einen Schwung frische Kabelbinder und einen Kabelarm für den DL380G4 wünsche ich mir auch. 😀

Umbau Keller – Fortsetzung #2

Es geht weiter im Keller… ich arbeite fleißig an der ordentlichen Stromversorgung. 😉 Und langsam kann es sich sehen lassen. Alle vorbestimmten Server haben nun auch ihren Platz im Rack gefunden. Ein paar Kleinigkeiten (Kabel, etc.) sind noch auf dem Weg, damit ich den Umbau bald abschließen kann.

Na gut, Bilder sprechen bekanntlich mehr als Worte. 🙂

Stay tuned. 😀

Umbau Keller

Es wird mal wieder Zeit für ein Update. 😉 Die letzten Wochen war ich arg beschäftigt, so das ich keine Gelegenheiten hatte meinen Blog zu pflegen. Jetzt aber gibt es wieder Neuigkeiten aus meinem Keller!

Die letzte Zeit war ich etwas unglücklich mit meinem Rackaufbau. Allen voran das mein altes p-Class Blade System quasi ausrangiert war. Darum beschloss ich die Woche alles komplett umzubauen. In diesem Zuge habe ich mir auch vorgenommen meine PDUs fest zu installieren, damit die Stromversorgung ordentlich ausgeführt ist. Heute habe ich damit gestartet, das Rack leer zu räumen, die PDUs einschließlich Verkabelung anzubringen und meine beiden Blade Systeme zu platzieren. Wie ich finde sieht das Ergebnis des heutigen Tages ziemlich fett aus. 🙂

Morgen geht es dann weiter mit der EVA und nächste Woche schließe ich hoffentlich die komplette Verkabelung ab! Ich kann es kaum erwarten die Sicherungen umzulegen. 😀

Cloud Computing ≠ Internet Computing

cloud_eq_internetCloud Computing ist in aller Munde, überall kann man zu Cloud Computing lesen und nahezu jeder interpretiert „Cloud“ als Internet. Warum zur Hölle hat man es dann nicht gleich „Internet Computing“ geschimpft? 😉

Eigentlich wollte ich hier auf meinem Blog noch nicht zu Cloud Computing schreiben und lieber meine aktuelle Arbeit zur Implementierung von Cloud Computing in einem Konzern abwarten. Aber heute Vormittag hat mir ein Artikel aus der ;login: dem USENIX Magazin wieder einmal aufgezeigt, dass womöglich die Mehrheit da draußen in unserer IT-Welt Cloud Computing falsch  interpretiert.

Fehler Nr. 1: Cloud = Internet

Nur weil das Internet zu gerne in Netzwerkdiagrammen als eine Wolke dargestellt wird, heißt das doch noch lange nicht, dass die Cloud ein Synonym zum Internet ist! Die Wolke soll lediglich die Abstraktion darstellen, das Cloud Computing erst einmal völlig los gelöst von Hardware, Netzwerk und Betriebssystem zu betrachten ist.

Ebenso wenig stellt die Wolke eine ungewisse Lokation dar. Es liegt in der Hand des Kunden, wo er seine Anwendung sieht und welche Ressourcen dieser Anwendung bereitgestellt werden sollen. In einem größeren Unternehmen erübrigt sich sogar die Standortfrage gänzlich, da man die Anwendung selbstverständlich im eigenen Cloud fähigen Rechenzentrum betreiben wird.

Fehler Nr. 2: Public Cloud = Internet Cloud

Erschwerend zur Verwechslung mit der Cloud Symbolik und dem Internet kommt die Abgrenzung Public und Private Cloud hinzu. Laut Definition spricht man bei einer Public Cloud davon, dass der Anbieter und der Nutzer unterschiedlicher Organisationen angehören. Wieder aber einmal verleitet der Begriff „Public“ dazu, dass man bei einer Public Cloud zu gerne vom Internet spricht. Was aber meiner Meinung nach völlig falsch ist.

Mit stetiger Einführung von IPv6 verschwimmen doch zunehmend die Grenze zwischen Internet und dem LAN. Mit IPv6 kann jedem Endgerät eine öffentliche IP Adresse zugewiesen werden und damit fügen sich die lokalen Netze früher oder später nahtlos in das Internet ein. Und selbst jetzt schon – trotz IPv4 – sind doch die Grenzen zwischen Internet und LAN nur durch die verfügbaren Bandbreiten begrenzt.

Hinzu kommt das heutzutage IT-Dienstleister mitsamt komplettem Equipment innerhalb eines Rechenzentrums ihre Leistungen anbieten. Ein Paradebeispiel ist Storage: Ein Dienstleister stellt dabei ein Storage System, integriert dieses in das bestehende SAN und bietet Speicherkapazität in Form eines IT-Services an. Abgerechnet wird bedarfsgerecht nach Kapazität und Leistung. Dieses Geschäftsmodell beißt sich doch jetzt schon mit der Definition der Private Cloud.

Wenn wir die Cloud also schon klassifizieren, dann werden wir in Zukunft wohl überwiegend Hybrid Clouds antreffen. Ich bin allerdings der Meinung dass die Klassifizierung hinfällig ist, spätestens dann wenn wir von einem globalen Netzwerk sprechen.

Fehler Nr. 3: Cloud Computing = Virtual Computing

Wir alle haben den Siegeszug von Virtualisierung die letzten Jahre beobachtet. Die Entwicklungen in dem Segment sind auch kaum zu bremsen und die Virtualisierung wird schon weit über die Test- und Qualitätssicherungssysteme hinaus genutzt. Nichts destotrotz Cloud Computing ist nicht gleichbedeutend mit Virtualisierung, denn Cloud Computing kann man meiner Meinung nach auch gänzlich ohne Virtualisierung implementieren. Allerdings laste ich dann meine Server nicht mehr zeitgemäß aus und spätestens dann reißt mir ein CIO den Kopf ab. 😉 Die Virtualisierung egal ob Server, I/O, Storage sind lediglich Technologien die idealerweise für eine Cloud Computing Umgebung herangezogen werden. Ansonsten hat Cloud Computing mit Virtualisierung erst mal nichts zu tun.

Fehler Nr. 4: Cloud Computing = Produkt

Die Hersteller mögen das vielleicht nicht so sehen, aber Cloud Computing ist kein Produkt das man kaufen kann. Cloud Computing ist ein Konzept, das sich mit den Produkten der Hersteller besser oder schlechter implementieren lässt. Die Grundphilosophie von Cloud Computing ist so einfach wie auch wirkungsvoll: „Alles aus einer Hand“
Und was noch viel interessanter ist, Cloud Computing ist so gesehen schon ein alter Hut!

Wenn man es genau nimmt, sind typische Webhoster im Grunde genommen vollwertige Cloud Anbieter. Web Hosting in seiner ganzen Vielfalt repräsentiert das Cloud Computing Konzept besser als gedacht. Der Kunde will einen Service, dieser lautet Web! Der Kunde wählt die entsprechende Leistungs- und Serviceklasse aus dem Web Hosting Angebot aus. Nach erfolgter Bestellung erhält Kunde seinen Zugang und kriegt in Zukunft jeden Monat exakt eine Rechnung. Benötigt er eine andere Leistungs- oder Serviceklasse wechselt er einfach den Tarif. Ist das Webhosting nicht mehr nötig, kündigt Kunde lediglich den Vertrag. Um alles andere kümmert sich der Dienstleister. Das umfasst nicht nur Rechenleistung, sondern auch Infrastruktur, Netzwerk, Storage, OS und Anwendung.

Eine klassische IT Organisation in einem Konzern hat für jeden der oben genannten Bereiche normalerweise eine eigene Abteilung. Diese Abteilungen stellen heutzutage dem Kunden zu allem Überfluss eine gesonderte Rechnung aus! Ganz zu schweigen davon, welcher organisatorische Aufwand betrieben werden muss, bis der Kunde endlichen seinen eigentlichen IT-Service entgegen nehmen kann (oder soll ich „darf“ sagen?). Spätestens jetzt wird doch einem bewusst, welche Idee hinter Cloud Computing steht. Wenn es denn schon ein Produkt ist, dann ein Produkt unserer Zeit. 😉

Fazit

Cloud Computing hat meiner Meinung nach so gesehen nichts mit Internet zu tun. Sicherlich verleiten die Angebote von Amazon und Google dazu, Cloud Computing  als eine Art Rechenzentrum im Internet zu sehen. Aber Cloud Computing wird keine Internetdomäne bleiben und findet gewiss über kurz oder lang Einzug in die Rechenzentren der Unternehmen. Andernfalls wäre das Thema doch keinesfalls so heißt diskutiert, immerhin ist das Einsparpotenzial hinter dem Cloud Computing Konzept der eigentliche Treiber dieser „neuen“ Idee. Für tolle Technologien haben IT-Entscheider bekanntlich selten ein Ohr. Nur diesmal haben sowohl die Führungsetage als auch die Technik etwas vom Kuchen. Die optimale Umsetzung von Cloud Computing hinsichtlich Einsparpotenzial erfordert Investitionen in innovative Produkte und Dienstleistungen. Meine Aussichten sind daher heiter bis wolkig. 😉

So, das sollte für’s erste genug sein. Wer anderer Meinung ist als ich, möge sich doch melden. Denn das was ich hier niedergeschrieben habe, ist meine persönliche Einschätzung zu Cloud Computing.

Ach ja, nicht vergessen möchte ich natürlich den Artikel der mich eigentlich zu diesem Blog Eintrag überredet hat. Zu finden ist dieser unter /dev/random von Robert G. Ferrel in der ;login: Ausgabe Oktober 2009.  Siehe: www.usenix.org

Keller 2.0 – Aktuelles aus dem Keller

Es wird mal wieder Zeit für ein Keller-Update. 😉

Nach sehr langem Warten konnte ich heute endlich mein eigenes Virtual Connect 1/10 Gb Ethernet Modul entgegen nehmen. Und dieses mal hatte ich deutlich mehr Glück als mit dem 4 Gb Fibre Channel Modul, denn das Ethernet Modul funktioniert einwandfrei. Nur die Firmware ist steinalt. 😉 Aber damit hab ich kein Problem. Und das gute Stück sieht so aus:

DSC03330

Ansonsten hat sich auch ein eigener BL465c G5 Blade Server in mein BladeSystem verirrt. 😉 Die Ausstattung ist allerdings noch recht mau, d.h. 1 GB RAM und ein Opteron 2216 HE. Passende Mezzanine FC HBA Karten habe ich schon vor einiger Zeit in der Bucht für wenig Geld ersteigert, d.h. Fibre Channel Anbindung ist zum Glück kein Problem.

Daneben stecken ein paar weitere Blades aus Arbeit in meinem C7000 Enclosure. Derzeit arbeite ich nämlich an einer Cloud Computing Umgebung und zusammen mit einem Arbeitskollegen testen wir auch ein neues DMZ Konzept und Microsoft Exchange 2010. Ist schon ein schöner Anblick wenn da mal so ein paar Blades eingesteckt sind. 🙂 Irgendwann krieg ich das C7000 schon noch voll!!! 😉

DSC03331

Schon schick, wah? 😉 Ich kann mich jedenfalls nicht satt genug daran sehen.

HP Logical Server !

In einem interessanten Vortrag zu HP Converged Infrastructure letztes Jahr ist mehrfach der Begriff „logische Server“ gefallen. HP unterscheidet heute nicht mehr zwischen virtuellen und physikalischen Servern. Möglich macht das die Virtual Connect Technologie !

Mit virtuellen Servern wurde die IT mit einer außerordentlich angenehmen Eigenschaft bereichert. Der Server ist nicht mehr fest an das „Blech“ gebunden. Jederzeit kann eine virtuelle Maschine von einem Host zu einem anderen Host übertragen werden. Welche Kostenauswirkung diese Technologie hat, möchte ich nicht weiter erörtern. 😉 Aber im Grunde genommen ist das Thema Migrationen vom Tisch.

Aber was macht man mit den Geräte die auf „Blech“ lauf müssen???

Richtig ! Man setzt konsequent HP Blade Server und HP Virtual Connect ein. 😉 *schleichwerbung* *ggg*

In besagtem Vortrag fiel irgendwann die höchst interessante Aussage: Man sei im Stande jederzeit ganze Rackreihen an Maschinen (natürlich Blade Server mit Virtual Connect)  z.B. bei Ausfall der Klimaanlage in eine klimatisierte Zone umzuziehen (oder soll ich migrieren sagen? ;)). Das ist echt Wow !

Warum das möglich ist, zeig ich euch jetzt !

In meinem C7000 BladeSystem hab ich zwei BL465c Blade Server laufen. Mit Virtual Connect bin ich sowohl im Netzwerk als auch im SAN angebunden. Beide Server booten über das SAN. Auf dem Blade Server in Bay 1 habe ich Windows Server 2008 R2 instaliert und auf dem Blade Server in Bay 2 VMware ESX 4i. Der so genannten Virtual Connect Domain hab ich einen Bereich an Seriennummer, MAC Adressen und WWN IDs zugewiesen, d.h. die statischen Einstellungen der Blade Server werden dank Virtual Connect quais überschrieben.

Auf  meiner HP EVA 5000 hab ich entsprechende LUNs bereitgestellt und die LUN Zuweisungen durchgeführt. Im Virtual Connect Manager kann man dann die Boot Reihenfolge der Blade Server auf die EVA LUN umbiegen. Ein manueller Eingriff in das Fibre Channel HBA BIOS ist nicht nötig !

Als alles soweit fertig installiert war und gelaufen ist, habe ich beide Server heruntergefahren und folgende Befehle über die CLI des Virtual Connect Moduls ausgeführt. 😉

->show profile srv-bay-1
Name                    : srv-bay-1
Device Bay              : enc0:1
Server                  : ProLiant BL465c G1
Status                  : OK
Serial Number           : INVALIDATA00
Serial Number (Logical) : VCX0000000
UUID                    : -- --
UUID (Logical)          : 268fca50-c6f2-4799-b3c0-66f75cb271e0

Ethernet Network Connections
====================================================================
Port  Network Name  Status  PXE      MAC Address        Allocated
                                                        Speed
====================================================================
1     NET_VLAN_1_A  OK      UseBIOS  00-17-A4-77-00-00  1 GB
2     NET_VLAN_1_B  OK      UseBIOS  00-17-A4-77-00-02  1 GB        

FC SAN Connections
================================================================
Port  Bay  FC SAN Name  Status  Speed  WWPN
================================================================
1     3    SAN_1_A      OK      Auto   50:06:0B:00:00:C2:62:00  

->unassign profile srv-bay-1
SUCCESS: Profile `srv-bay-1 unassigned from device bay `enc0:1`

->remove profile srv-bay-1
SUCCESS: Profile removed : srv-bay-1

->unassign profile srv-bay-2
SUCCESS: Profile `srv-bay-2 unassigned from device bay `enc0:2`
->remove profile srv-bay-2
SUCCESS: Profile removed : srv-bay-2

->add profile srv-bay-2 -NoDefaultEnetConn -NoDefaultFcConn
SNType=User-Defined SerialNumber=VCX0000000
SUCCESS: Profile added : srv-bay-2

->add enet-connection srv-bay-2 Network=NET_VLAN_1_A PXE=UseBios
AddressType=User-Defined EthernetMAC=00-17-A4-77-00-00 iScsiMac=00-17-A4-77-00-01
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-2

->add enet-connection srv-bay-2 Network=NET_VLAN_1_B PXE=UseBios
AddressType=User-Defined EthernetMAC=00-17-A4-77-00-02 iScsiMac=00-17-A4-77-00-03
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-2

->add fc-connection srv-bay-2 Fabric=SAN_1_A AddressType=User-Defined
PortWWN=50:06:0B:00:00:C2:62:00 NodeWWN=50:06:0B:00:00:C2:62:01
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-2

->set fc-connection srv-bay-2 1 BootPriority=Primary
BootPort=50:00:1F:E1:00:1D:5F:79 BootLUN=1
SUCCESS: Connection modified : srv-bay-2

->assign profile srv-bay-2 enc0:2 -PowerOn
SUCCESS: Profile 'srv-bay-2' assigned to device bay enc0:2

Was hier passiert dürfte wohl selbsterklärend sein? 😉

Ich habe die Profileinstellung vom Blade Server 1 und 2 gelöscht und das Profil von Blade Server 1 vollständig auf Blade Server 2 neu abgebildet. D.h. die MAC Adressen, WWN-IDs, Boot Einstellungen etc. einfach übernommen. 🙂 Blade Server 2 bootet ohne Probleme das zuvor auf auf Blade 1 nstallierte Windows ! Cool !!!

Allerdings ist diese Vorgehensweise viel zu kompliziert. 😉 Es geht auch viel einfacher ! Ich ziehe nun den Server von Bay 2 auf Bay 1 wieder um. 😉

->unassign profile srv-bay-2
SUCCESS: Profile `srv-bay-2` unassigned from device bay `enc0:2`

->assign profile srv-bay-2 enc0:1 -PowerOn
SUCCESS: Profile 'srv-bay-2' assigned to device bay enc0:1

Kein Wunder das alle andere Hersteller mit ähnliche Interconnect Module nachziehen. Fehlt jetzt nur noch der Weg Physical->Virtual und umgekehrt 😉 Mit ein paar Skripten sollte das durchaus möglich sein. Ergo der logische Server ist geboren. 🙂

->add profile srv-bay-2 -NoDefaultEnetConn -NoDefaultFcConn SNType=User-Defined SerialNumber=VCX0000000
SUCCESS: Profile added : srv-bay-2
->add enet-connection srv-bay-2 Network=NET_VLAN_1_A PXE=UseBios AddressType=User-Defined EthernetMAC=00-17-A4-77-00-00 iScsiMac=00-17-A4-77-00-01
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-2
->add enet-connection srv-bay-2 Network=NET_VLAN_1_B PXE=UseBios AddressType=User-Defined EthernetMAC=00-17-A4-77-00-02 iScsiMac=00-17-A4-77-00-03
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-2
->add fc-connection srv-bay-2 Fabric=SAN_1_A AddressType=User-Defined PortWWN=50:06:0B:00:00:C2:62:00 NodeWWN=50:06:0B:00:00:C2:62:01
SUCCESS: Connection added to server profile : srv-bay-

Cray T3E

Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich mir vorgenommen, bei www.cray-cyber.org die Cray T3E in Betrieb zu nehmen. Gestern und vorgestern war es dann soweit. Am Montag angekommen, haben sich John und Benjamin bereits über die „kleine“ T3E mit 28 PEs (entspricht 28 Alpha 21164 Prozessoren mit je 300 MHz) gestürzt und die Torus Verkabelung fertiggestellt. Blieb eigentlich nur noch die Clock Verkabelung übrig. Die dünnen fummeligen Kabel konnte man nur noch durch Verlöten miteinander verbinden. Danach kam der große Moment: Sicherung umlegen und die Start Prozedur einleiten. Ohne Handbuch bzw. eine genaue Anleitung wären wir vermutlich verzweifelt:

  • IO-Rack Hauptsicherung umlegen
  • Festplatten Arrays einschalten
  • IO-Server einschalten und warten bis er hochgefahren ist (Running)
  • Fibre Channel Controller (FCN1) Sicherung umlegen und warten bis die LEDs links und zweite von links alleine leuchten
  • T3E Cabinet #1 Ein/Ausschalter in der Türe  einschalten
  • T3E Cabinet #1 Hauptsicherung umlegen
  • T3E Cabinet #1 Blower, WACS, Clock-Board Sicherung prüfen
  • T3E Cabinet #1 Sicherungen pro PE Modul prüfen
  • T3E Cabinet #1 Remote Enable Schalter aktivieren

Das gleiche noch mal für das zweite Cabinet, mit Ausnahme Clock Board Sicherung, da lediglich im Cabinet #1 ein Clock Board installiert ist.

Danach muss man sich an der Admin Workstation (SWS) anmelden und

$ nwacsuser

ausführen, die zwei T3E Cabinets remote anwerfen (Power On) und beim Cabinet #1 die Schalter TKC => TKCS und Soft Scan => Enable setzen.

Danach

$ bootsys -c

ausführen.

Wir konnten es kaum fassen, aber die T3E bootete tatsächlich einen UNICOS Kernel !!! Doch das mounten des Root Dateisystems schlug fehl. Wir hatten vergessen die Festplatten zu installieren. Nun ging die Sucherei los. Wo sind die Platten dieser T3E ? Gesucht – gefunden, haben wir dann beschlossen die eiskalten Festplatten erst mal aufwärmen zu lassen.

Ausgeschlafen ging es am Dienstagmorgen frisch ans Werk. Die Festplatten wurden installiert und wir starteten die Maschine. Allerdings hagelte es beim Booten (bootsys) nach kurzer Zeit jede Menge Fehlermeldungen. Darauf waren wir gar nicht gefasst! Bei einem weiteren Versuch die T3E zu booten, hagelte es erneut Fehlermeldungen, aber diesmal andere als zuvor. Und so zog sich das bis etwa Mittag hin. Wir versuchten den Fehler einzukreisen und jedes Mal überraschte uns die T3E mit neuen Fehlermeldungen. Was für eine Katastrophe.

Mit etwas Glück klickten sich Benjamin und ich durch ein Diagnose Tool von Cray. Dabei starteten wir mehrfach ein Programm, welches Reinigungsmaßnahmen an der T3E vornahm. Irgendwann meldet dieses, dass alles in Ordnung sei. Prompt booteten wir die Maschine und wir konnten die T3E tatsächlich komplett hochfahren. Erleichterung machte sich breit. Allerdings hatte ich die Platten falsch eingehängt und so klemmte es im Init Prozess ordentlich. Wir beschlossen die Maschine nochmal per haltsys auszuschalten, die Platten umzuhängen und danach noch mal alles hochzufahren.

Leider war das erneute Hochfahren nicht von Erfolg gekrönt, es hagelte wieder Fehlermeldungen, bevor die Cray überhaupt mal einen Kernel laden konnte. Die Fehlersuche ging von vorne los.

Nach dem leckeren Essen beim Italiener, kam mir die Idee, einfach mal die sogenannte GigaRing Verkabelung durchzutauschen… ich hatte irgendwie Kabel im Verdacht. Auch diese Maßnahme führte nicht zum erhofften Erfolg. Allerdings war die Cray zwischenzeitlich so gnädig und versteifte sich auf exakt ein und dieselbe Fehlermeldung. John wälzte das Handbuch und mittels speziellen Diagnose Tools konnten wir dann das Problem mehr und mehr auf den GigaRing einschränken. Als ich dann wieder auf die alte GigaRing Verkabelung umschraubte, meldeten das GigaRing Diagnose Tool, dass alles in Ordnung ist! Aufgeregt wie kleine Kinder starteten wir wieder die T3E und sie bootete durch bis in den Multiuser Mode. Juhuuuuuuuuu Mission komplett – die T3E lebt ! 🙂

Fazit: Ich finde die T3E super spannend und sie ist zu allem Überfluss verdammt leise. Am liebsten würde ich mir eine ins Wohnzimmer stellen. 🙂 Aber John will mir keine T3E abgeben. 😉

Zum Abschluß noch ein paar Impressionen von der Cray T3E: